Mädchen*arbeit: Räume für Selbstbestimmung und Teilhabe 

Trotz vieler Fortschritte erleben Mädchen* und Frauen* weiterhin Diskriminierung und Gewalt – allein aufgrund ihres Geschlechts. Sie sind oft größeren Risiken ausgesetzt als gleichaltrige Jungen. Der Grund: tief verwurzelte patriarchale Strukturen und gesellschaftlicher Sexismus. 

Cem Alexander Sünter, SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik

Mädchen* begegnen schon früh Geschlechterstereotypen – zu Hause, in der Schule und in ihrem Umfeld. Diese führen zu:

  • Versagensängsten und geringem Selbstvertrauen 
  • Reduktion auf ihr Aussehen, dadurch besteht ein höheres Risiko für Essstörungen 
  • Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, u.a. Ausschluss von gut bezahlten Berufsfeldern, z. B. in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) 
  • erhöhter Betroffenheit von geschlechtsspezifischer Gewalt in all ihren Facetten 
  • geringerer Beteiligung an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen 
  • fehlender Repräsentation in Medien und damit von (empowernden) Vorbildern, was die Entwicklung eines positiven Selbstbilds erschwert 
  • stärkerem Druck zur Anpassung an traditionelle Rollenbilder, z. B. als „pflegeleicht“, „hilfsbereit“ oder „zurückhaltend“ 
  • geringerem Zugang zu Freizeitangeboten und sicheren öffentlichen Räumen, besonders in marginalisierten Lebenslagen 

Warum Mädchen*arbeit wichtig ist 

Mädchen*arbeit macht diese Benachteiligungen sichtbar und setzt sich für ein gleichberechtigtes Leben aller Mädchen* ein. Sie schafft Räume, in denen Mädchen* sich sicher fühlen, sich austauschen und gegenseitig stärken können. 

Der „Girls Shine“-Ansatz von IRC 

IRC setzt in der Mädchen*arbeit auf den „Girls Shine“-Ansatz. Dieser basiert auf Forschung und langjähriger Erfahrung mit geflüchteten und migrierten Mädchen*. Ziel ist es:

  • soziale Isolation zu durchbrechen 
  • Netzwerke unter Gleichaltrigen aufzubauen 
  • Vertrauenspersonen außerhalb der

 Was Mädchen* hier lernen und erleben 

  • Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen
  • Aufklärung über Gesundheit, Körper und Sexualität
  • Selbstbestimmung und Rechte einfordern

In geschützten Räumen können Mädchen* offen über intime Themen sprechen, sich gegenseitig Halt geben und gemeinsam wachsen. Die dargestellten Grundsätze helfen, um einen sicheren Raum – einen Ort der Begegnung, des Vertrauens und der gegenseitigen Stärkung – zu schaffen. 

Weitere Informationen sind im Praxishandbuch für Mentorinnen* zur Anleitung von Mädchen*gruppen zu finden, das im Rahmen des Projekts „Mädchen* Mischen Mit“, der deutschen Implementierung es Girl Shine Ansatzes, entwickelt worden ist. Zudem gibt es einen weiteren Eindruck von Mädchen*arbeit in diesem Blogbeitrag. 

Hier einzelne Beispiele aktueller Projektumsetzungen

Class Rebels

Intersektionales Jugendempowerment

Peace in Mind

Mentale Gesundheit von Jugendlichen

Wenn Sie mehr über unsere Projektarbeit erfahren möchten, dann schauen Sie sich gerne auf der Seite von International Rescue Committee Deutschland um.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie, welchem Kind aus Ihrem Arbeitskontext es guttun würde, Affirmationen zu üben. Schauen Sie sich dann das Affirmationskartenset des Projekts Vor-Sprung in Ruhe an und wählen Sie eine Karte aus, die zu diesem Kind passt. Überlegen Sie, wie Sie diese Karte nutzen können, um mit dem Kind zusammenzuarbeiten. Nutzen Sie dazu wieder Ihren bereitgelegten Stift und Papier

 

Das Kind, an das ich denke, ist immer sehr bemüht, keine Fehler zu machen. Wenn es mal einen Fehler macht, ist die Reaktion sehr stark. Oft reagiert das Kind mit großer Wut, die es gegen sich selbst und manchmal auch gegen andere richtet.

Nehmen Sie sich gerne einen Moment Zeit und schauen Sie sich das Affirmationskartenset des Projekts Vor-Sprung in Ruhe an.

Wählen Sie dann eine Karte aus, die zu diesem Kind passt. Überlegen Sie sich, wie Sie diese Karte nutzen können, um mit dem Kind zusammenzuarbeiten. Nutzen Sie dazu wieder Ihren bereitgelegten Stift und Papier.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und beantworten Sie zu der von Ihnen gewählten Affirmation folgende Fragen. Nutzen Sie dazu gerne Ihren bereitgelegten Stift und Papier.

➡️ Welche Affirmation haben Sie ausgewählt?

➡️ Was für ein Gefühl löst die ausgewählte Affirmation in Ihnen aus?

➡️ Welcher negative Glaubenssatz könnte hinter dieser Affirmation stecken? Bzw. wie könnten Sie die ausgewählte Affirmation ins Negative umformulieren?

➡️ Können Sie sich erinnern, woher dieser negative Glaubenssatz kommt? Von Ihren Eltern? Aus der Schule?

➡️ Wo schränkt Sie dieser negative Glaubenssatz ein? Wo macht er Ihnen das Leben schwer oder hindert Sie daran etwas zu tun?