Mädchen*arbeit: Räume für Selbstbestimmung und Teilhabe
Trotz vieler Fortschritte erleben Mädchen* und Frauen* weiterhin Diskriminierung und Gewalt – allein aufgrund ihres Geschlechts. Sie sind oft größeren Risiken ausgesetzt als gleichaltrige Jungen. Der Grund: tief verwurzelte patriarchale Strukturen und gesellschaftlicher Sexismus.
Mädchen* begegnen schon früh Geschlechterstereotypen – zu Hause, in der Schule und in ihrem Umfeld. Diese führen zu:
- Versagensängsten und geringem Selbstvertrauen
- Reduktion auf ihr Aussehen, dadurch besteht ein höheres Risiko für Essstörungen
- Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, u.a. Ausschluss von gut bezahlten Berufsfeldern, z. B. in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT)
- erhöhter Betroffenheit von geschlechtsspezifischer Gewalt in all ihren Facetten
- geringerer Beteiligung an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen
- fehlender Repräsentation in Medien und damit von (empowernden) Vorbildern, was die Entwicklung eines positiven Selbstbilds erschwert
- stärkerem Druck zur Anpassung an traditionelle Rollenbilder, z. B. als „pflegeleicht“, „hilfsbereit“ oder „zurückhaltend“
- geringerem Zugang zu Freizeitangeboten und sicheren öffentlichen Räumen, besonders in marginalisierten Lebenslagen
Warum Mädchen*arbeit wichtig ist
Mädchen*arbeit macht diese Benachteiligungen sichtbar und setzt sich für ein gleichberechtigtes Leben aller Mädchen* ein. Sie schafft Räume, in denen Mädchen* sich sicher fühlen, sich austauschen und gegenseitig stärken können.
Der „Girls Shine“-Ansatz von IRC
IRC setzt in der Mädchen*arbeit auf den „Girls Shine“-Ansatz. Dieser basiert auf Forschung und langjähriger Erfahrung mit geflüchteten und migrierten Mädchen*. Ziel ist es:
- soziale Isolation zu durchbrechen
- Netzwerke unter Gleichaltrigen aufzubauen
- Vertrauenspersonen außerhalb der
Was Mädchen* hier lernen und erleben
- Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen
- Aufklärung über Gesundheit, Körper und Sexualität
- Selbstbestimmung und Rechte einfordern
In geschützten Räumen können Mädchen* offen über intime Themen sprechen, sich gegenseitig Halt geben und gemeinsam wachsen. Die dargestellten Grundsätze helfen, um einen sicheren Raum – einen Ort der Begegnung, des Vertrauens und der gegenseitigen Stärkung – zu schaffen.
Weitere Informationen sind im Praxishandbuch für Mentorinnen* zur Anleitung von Mädchen*gruppen zu finden, das im Rahmen des Projekts „Mädchen* Mischen Mit“, der deutschen Implementierung es Girl Shine Ansatzes, entwickelt worden ist. Zudem gibt es einen weiteren Eindruck von Mädchen*arbeit in diesem Blogbeitrag.
Hier einzelne Beispiele aktueller Projektumsetzungen
Class Rebels
Intersektionales Jugendempowerment
Peace in Mind
Mentale Gesundheit von Jugendlichen
Wenn Sie mehr über unsere Projektarbeit erfahren möchten, dann schauen Sie sich gerne auf der Seite von International Rescue Committee Deutschland um.

