Modul –
Kinder am Übergang stärken
Hallo, wir freuen uns sehr Sie wiederzusehen! Wir befassen uns im Modul 2 damit, wie ein sicheres Umfeld im Sinne des Healing Classrooms-Ansatzes am Übergang von der Kita in die Grundschule geschaffen werden kann. Mit der Schaffung eines sicheren Umfelds und der gezielten Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen können die Resilienz von Kindern gestärkt und Folgen von toxischem Stress aufgefangen werden.
Im Laufe des Moduls werden wir nicht nur Fakten oder Erfahrungen aus unseren Bereichen beisteuern, sondern zudem Sie zur Reflektion anregen. Mit einem Icon in Form eines Stiftes mit Blatt signalisieren wir Ihnen, dass es wieder eine Übung zur Selbstreflektion geht – dies ist natürlich freiwillig. Daher halten Sie bei Bedarf bitte Stift und Papier bereit.
Nun stellen wir uns aber gerne auch noch einmal vor: mein Name ist Aicha und ich bin 34 Jahr alt. Ich arbeite als Erzieherin in einer Kita und wurde gerade zur neuen Einrichtungsleitung ernannt.
Und ich bin Sam, 28 Jahre alt. Vor kurzen bin ich mit meinem Lehramtsstudium fertig geworden und habe zu Beginn des neuen Schuljahres eine Stelle als Klassenlehrer an einer Grundschule begonnen.
Die Beiden werden Sie durch das Modul begleiten, indem Sie Fakten aus Ihren Bereichen beisteuern, Rückfragen stellen oder Sie zur Reflektion anregen. Ein Icon in Form eines Stiftes mit Blatt wird Sie darauf hinweisen, dass es bei einer Frage um einen Anstoß zur Selbstreflektion geht – dies ist natürlich freiwillig.
➡️ Gehen Sie bitte zum 2. Lernabschnitt "Healing Classrooms – Faktoren eines sicheren Lernumfelds" im Menü auf der rechten Seite.
Lassen Sie uns gemeinsam starten!
Wenn Sie auf dieser Seite nach unten scrollen, erscheint eine Grafik, die den Healing Classrooms Ansatz abbildet. Ziel des Healing Classrooms Ansatzes ist es, die Folgen von toxischem Stress abzufedern und das Wohlbefinden und die Resilienz von Kindern zu fördern. Fahren Sie mit der Maus über die verschiedenen Punkte, um mehr Informationen zu den Ebenen Achtsamkeit und Faktoren für ein sicheres Lernumfeld zu erhalten.“


Kontrollüberzeugung stärken
Kontrollüberzeugung schafft bei Kindern ein Gefühl von Stabilität und Verlässlichkeit. Eine strukturierte Lernumgebung und Routinen geben ihnen ein Gefühl der Sicherheit und Kontrolle über ihren Tag.
Kinder können sagen: „Ich weiß, was mich erwartet.“

Zugehörigkeitsgefühl schaffen
Zugehörigkeit zu einer Gruppe entsteht dann, wenn Kinder eingebunden sind, gesehen und wertgeschätzt werden. Dieser Schutzfaktor kann dabei helfen, wieder neues Vertrauen zu fassen und Hoffnung in die Zukunft zu entwickeln.
Kinder können sagen: „Ich kann mich einbringen, so wie ich bin.“

Selbstwertgefühl stärken
Selbstwertgefühl besteht dann, wenn Kinder daran glauben, in der Lage zu sein, die eigenen Ziele zu identifizieren und erreichen zu können. Es hilft ihnen dabei, sich leistungsfähig und zuversichtlich zu fühlen.
Kinder können sagen: „Ich weiß, was ich kann, und bekomme dafür Anerkennung.“

Positive Beziehungen fördern
Positive Beziehungen sind eine wesentliche Komponente des Wohlbefindens von Kindern. Positive Beziehungen zu anderen Kindern sowie pädagogischen Fachkräften zeigen ihnen, dass sie geschätzt und gehört werden.
Kinder können sagen: „Es gibt Menschen, auf die ich mich verlassen kann und denen ich wichtig bin.“

Intellektuelle Anregung & spielbasiertes Lernen fördern
Intellektuelle Anregung entsteht bei jüngeren Kindern durch spielbasiertes Lernen und freies Spiel, sowie bei Schulkindern zunehmend durch Übungen, Aktivitäten und Aufgaben, die Interesse wecken und geistig stimulierend wirken.
Kinder können sagen: „Ich lerne Neues und entwickle mich weiter.“
Achtsamkeit
Achtsamkeit wird definiert als Zustand des Bewusstseins für und der Konzentration auf den Augenblick; das Akzeptieren des gegenwärtigen Augenblicks bei gleichzeitiger Offenheit und Interesse für das, was um uns herum und in uns passiert. Kinder lernen durch Achtsamkeit Angst und Stress zu reduzieren, beim Lernen länger konzentriert zu bleiben und belastende Situationen mittels Ausdauer und Zuversicht zu überstehen.
Mit Hilfe aktivierender oder ruhefördernden Achtsamkeitsübungen lernen Kinder mit Stress besser umzugehen und auf ihr Wohlbefinden zu achten.
Die Aufgliederung des Modells können wir wie folgt verstehen:
Achtsamkeit ist der äußere Ring. Durch eine Praxis der Achtsamkeit wird es Kindern ermöglicht, sich im Hier und Jetzt zu verankern und sie nach Stresserleben wieder in ihr Toleranzfenster zurückzuführen. Auf der nächsten Kreisebene finden sich die fünf Schutzfaktoren zur Gestaltung eines sicheren Lernumfelds. Erst wenn sich Kinder sicher und beschützt fühlen können, sind sie motiviert neue Beziehungen einzugehen und neue Dinge in sich aufzunehmen. Da erscheint es logisch, dass sich darin dann die Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen liegen. Denn ohne sicheres Lernumfeld können wir auch keine sozial-emotionalen Kompetenzen fördern.
Zugehörigkeitsgefühl – Reflexion
Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu ihrer Kitagruppe bzw. Schulklasse verleiht Kindern das Gefühl, dass ihnen ein unterstützendes Netzwerk zur Verfügung steht. Das kann das individuelle Wohlbefinden steigern. Wenn sich Kinder als zugehörig erleben, fühlen sie sich sowohl mit der Kita/Schule als auch mit den anderen Kindern verbunden. Dies kann ebenfalls einen positiven Effekt auf das Selbstwertgefühl und die Lernmotivation haben.
Überlegen Sie einmal selbst:
Wie binden Sie die Lebenswelt und Interessen der Kinder ein?
Worauf sollten und möchten Sie achten, um dies vorurteilsbewusst und (diskriminierungs-)sensibel zu gestalten?
Kontrollüberzeugung – Reflexion
Kontrollüberzeugung verleiht Kindern ein Gefühl der Stabilität und Verlässlichkeit. Sie haben das Gefühl, dass ihr Tag vorhersehbar ist und wissen und verstehen, was sie erwarten können und was von ihnen erwartet wird. Um Kontrollüberzeugung aktiv zu fördern, helfen Kindern vorhersehbare Bedingungen wie wiederkehrende Abläufe, transparente Tagesstruktur u.Ä.. Kinder wissen dann, was sie während des Kita-/Schultags erwartet. Rituale und klare Regeln wie z. B. Klassenregeln sowie gemeinsam erarbeitete Konsequenzen können von Kindern besser angenommen werden und motiviert sie, ihr Umfeld selbstbestimmt mitzugestalten.
Überlegen Sie einmal selbst:
Welche konkreten Routinen und Rituale setzen Sie in Ihrer Praxis um?
Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie Routinen, Abläufe usw. einführen?
Welche Schwierigkeiten gibt es beim Einführen bzw. Beibehalten von Ritualen?
Selbstwertgefühl - Reflexion
Durch ein positives Selbstwertgefühl können Kinder sich als wertvoll erkennen und positiv in die Zukunft blicken. Sie sind stolz auf sich und ihre Fähigkeiten und hegen Hoffnung, zu einer positiven Zukunft beitragen zu können. Sie entwickeln Selbstvertrauen und sind überzeugt, ihre Ziele zu erreichen oder Einfluss auf Ereignisse in ihrem Leben ausüben zu können.
Erwachsene Bezugspersonen können helfen, das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Sie können darauf hinweisen, dass sie die bereits notwendigen Fähigkeiten besitzen, um Probleme zu lösen und Widrigkeiten zu bewältigen.
Überlegen Sie einmal selbst: wie fördern Sie in Ihrer pädagogischen Praxis das Selbstwertgefühl von Kindern? Wie bestärken Sie die Kinder? Wie machen Sie Lernfortschritte sichtbar? Wie kommunizieren Sie diese den Kindern?
Positive Beziehungen - Reflexion
Wenn Kinder positive Beziehungen zu anderen Kindern und pädagogischen Fachkräften aufbauen, haben sie das Gefühl, dass sie geschätzt und gehört werden und erfahren Fürsorge, Anerkennung und emotionale Unterstützung. Sie entwickeln Vertrauen und Selbstwertgefühl sowie Kommunikationsfähigkeiten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass positive Beziehungen von folgenden Merkmalen geprägt sind:
- Vertrauen
- Geborgenheit
- Kontinuität
Welche pädagogischen Bezugspersonen haben Sie wann
und wie in Ihrem Bildungsweg geprägt? Welche Verhaltensweisen dieser Personen hat diese ausgemacht?
Super. Wir haben nun gelernt, wie wichtig die Schutzfaktoren Kontrollüberzeugung, Zugehörigkeitsgefühl, Selbstwertgefühl und positive Beziehungen bzgl. des Wohlbefindens und der Resilienz von Kindern sind.
Wenn Sie sich weitere Anregungen wünschen, können Sie hier durch das Handbuch blättern.
Im Folgenden wollen wir uns nun auf die sozial-emotionalen Kompetenzen
im Healing Classrooms-Ansatz fokussieren
➡️ Gehen Sie bitte zum 3. Lernabschnitt "Healing Classroooms – Sozial-Emotionale Kompetenzen" im Menü auf der rechten Seite.
Schauen wir noch einmal auf den Healing Classrooms-Ansatz und betrachten nun den inneren Kreis. Neben der Schaffung eines sicheren Lernumfelds kann auch die gezielte Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen dazu beitragen die Folgen von toxischem Stress abzufedern und die Resilienz von Kindern zu stärken. Fahren Sie mit der Maus über die einzelnen Kompetenzen, um mehr zu diesen zu erfahren.


Exekutivfunktionen
Exekutivfunktionen beschreibt jene Fähigkeiten, die die Konzentrationsfähigkeit fördern und dabei helfen, sich an Anweisungen und Konzepte zu erinnern, erfolgreich mehrere Aufgaben gleichzeitig auszuführen und die kurzfristige und langfristige Zukunft zu planen.

Gefühlsregulierung
Gefühlsregulierung beschreibt Fähigkeiten, wie emotionales Verständnis und emotionale Kompetenz. Dies meint mit den eigenen Gefühlen konstruktiv umgehen zu können, sowie Emotionen und Reaktionen vorherzusehen und zu kontrollieren. Kinder lernen dadurch, nicht von Emotionen überrollt zu werden – eine Voraussetzung, für tragende Beziehungen zu anderen

Beziehungsfähigkeit
Beziehungsfähigkeit meint die Kompetenz, andere Menschen verstehen zu können und auf sie in einer Weise reagieren zu können, die positive soziale Interaktion fördert und positive und starke Beziehungen aufgebaut werden können.

Konfliktfähigkeit
Dort, wo wir mit Menschen in Beziehung treten, ist auch oft Konflikt. Konfliktfähigkeit beschreibt Kompetenzen, die es Menschen ermöglichen, produktiv mit Konflikten umzugehen und mit Empathie und Verantwortungsbewusstsein auf Konflikte zu reagieren. Gelingt uns das, lernen wir, dass widrige Situationen überstanden werden können. Somit entsteht eine wichtige Grundlage für Beharrlichkeit.

Beharrlichkeit
Beharrlichkeit umfasst Fähigkeiten, die die Belastbarkeit verbessern und dabei helfen, auf gesetzte Ziele hinzuarbeiten, nach alternativen Lösungen zu suchen und um Unterstützung zu bitten. So können Kinder und Jugendliche hoffnungsvoll in die Zukunft schauen und auch in anderen Kontexten ihre Ziele verfolgen.
Halt, warten wir mal. Warum kann es eigentlich wichtig sein, sozial-emotionale Kompetenzen in Kita und Schule zu fördern? Sollten wir uns dafür wirklich die Zeit nehmen, wo wir doch so wenig davon haben?
Moment, ich habe dazu folgende Daten einer Metastudie aus den USA aus 2014 gefunden
Meta-Analyse von 213 Studien zu SEL an Schulen, (USA, 2014)
Kinder, die an SEL-Programmen teilnehmen, zeigen:
- Besser ausgebaute soziale und emotionale Fähigkeiten (-> aufmerksamer im Unterricht, eher in der Lage mit negativen Emotionen wie Frustration oder Langeweile umzugehen)
- Mehr soziale Kontakte zu Gleichaltrigen
- Ein größeres Vokabelreichtum und bessere Lesefähigkeiten
- Lernbereiter und positivere Einstellung gegenüber Schule
- freundlichere Einstellungen gegenüber sich und anderen (zeigen prosoziales Verhalten und mehr Empathie, da ihnen nicht nur die eigenen, sondern auch die Emotionen anderer besser zugänglich sind)
- weniger erlebten Stress
- Verbesserung der Schulleistungen um durchschnittlich 11%.
Studie aus den USA 2011-2014. Meta-Analyse von 213 Studien zu SEL an Schulen
Wir haben nun gelernt, welche Faktoren nach dem Healing Classrooms-Ansatz eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, einen sicheren Lernort zu schaffen. Außerdem haben wir uns angeschaut, welche zentralen sozial-emotionalen Kompetenzen der Healing Classrooms-Ansatz in den Blick nimmt. Lassen Sie uns jetzt noch einmal gemeinsam erarbeiten, wie dieser Ansatz am Übergang angewendet werden kann.
➡️ Gehen Sie bitte zum 4. Lernabschnitt "Healing Classrooms am Übergang" im Menü auf der rechten Seite.
Im Modul 1 haben wir gelernt, dass für Kinder der Übergang von der Kita in die Grundschule ein einschneidendes Erlebnis ist, das Veränderungen und eine Vielzahl neuer Entwicklungsaufgaben mit sich bringt. Klicken Sie auf die abgebildeten Karten, um die Entwicklungsaufgaben denen Kinder am Übergang begegnen, noch einmal anzuschauen. Sollten Sie gerade erst Modul 1 absolviert haben, können Sie diese Seite natürlich überspringen.

- Veränderung der Identität - Kind wird zum Schulkind
- Rollenzuwachs: Mit der Rolle als Schulkind kommen neue Rollenerwartungen und –sanktionen hinzu
- Bewältigung starker Emotionen wie Vorfreude, Neugier, Stolz, Unsicherheit, Angst
- Erwerben neuer Kompetenzen u.a. Selbstständigkeit, Kulturtechniken

- Aufnahme neuer Beziehungen zur Lehrkraft und Mitschüler*innen
- Bewältigung des Abbruchs bestehender Beziehungen
- Entwicklung des Gefühls von Zugehörigkeit in der neuen Gemeinschaft/Umgebung
- Veränderung familiärer Beziehungen
- Verarbeitung des Rollenzuwachses: Zur Rolle des Kindes in der Familie kommt die Rolle des Schulkindes
- Eltern und Erziehungsberechtigte müssen eigene Unsicherheiten in Bezug auf den Übergang überwinden

- Integration von zwei oder mehr Lebensbereichen: Familie und Schule
- U. neue zeitliche Strukturierung des Familienalltags
- U. kommt Nachmittagsbetreuung als weiterer neuer Kontext hinzu
- Veränderung der Lernumgebung inkl. materieller Ausstattung, Strukturen, Lernformen, Anforderungen und Regeln
- U. Bewältigung weiterer familiärer Übergänge (bspw. Aufnahme Erwerbstätigkeit, Geburt Geschwister)
Überlegen Sie nun einmal welche Faktoren eines sicheren Lernumfelds bzw. welche sozial-emotionalen Kompetenzen des Healing Classrooms-Ansatzes u.a. zur Bewältigung dieser Entwicklungsaufgaben benötigt werden? Ziehen Sie hierzu die passenden Karten nebeneinander.
[Platzhalter für Karten – die Umsetzung muss besprochen werden]
Super! Diese Übung sollte Ihnen veranschaulichen, wie Kinder in ihren Entwicklungsaufgaben am Übergang gefördert werden können. Im HC-Handbuch finden Sie zu den Schutzfaktoren und den Sozial-emotionalen Kompetenzen konkrete Methoden, Übungen und Spiele. An dieser Stelle gilt auch noch anzumerken, dass die Entwicklungsaufgaben dynamisch sind und wir mit einer Übung unter Umständen gleich mehrere Entwicklungsaufgaben fördern können.
➡️ Gehen Sie bitte zum 5. Lernabschnitt "Good Practice am Übergang" im Menü auf der rechten Seite.
Nun haben Sie sich vielleicht schon einige Gedanken gemacht und in Ihrer Praxis viel Erfahrung sammeln können, wie Kinder am Übergang unterstützt werden können. Gerne möchte ich auch die Erfahrung zahlreicher Fachkräfte zu einigen bewährten Methoden mit Ihnen teilen.
Individuelle Ebene
-
Selbstwertgefühl stärken mit Affirmationen
- Eine konkrete Praxismethode mithilfe der die Entwicklung eines positiven Selbstbildes unterstützt werden kann, stellt unser Affirmationskartenset dar. Konkrete Methodenideen wie bspw. Gemeinsame Ritual finden Sie in dem dazugehörigen Begleitheft. Beides können Sie unter den folgenden Links abrufen:
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Gefühlsregulierung fördern
- Geben Sie Kindern die Gelegenheit, ihre Gefühle, die am Übergang entstehen, zu erkennen und auszudrücken, wie zum Beispiel: „Ich bin neugierig, aber auch ein wenig ängstlich.“ Die Benennung der Emotionen kann durch unser Gefühls- und Achtsamkeitskartenset unterstützt werden, das Sie über den folgenden Link abrufen können:
Interaktionale Ebene
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Positive Beziehungen fördern durch Hospitationen
- Organisieren Sie Gelegenheiten, bei denen sich die Eltern der zukünftigen Schulkinder begegnen können, zum Beispiel in Form eines Elterncafés für Vorschuleltern.
- Fachkräfte aus den Kitas können die Kinder im ersten Schuljahr einmal besuchen, um den Übergang zu erleichtern und den Kontakt zu vertrauten Personen aufrechtzuerhalten.
-
Zugehörigkeitsgefühl stärken mit School Buddies
- Vorschulkinder besuchen regelmäßig die Grundschule und werden von älteren Schüler*innen, den sogenannten School Buddies, begleitet. Gemeinsam wird gebastelt, Bücher gelesen oder gespielt. So lernen die Kinder frühzeitig ihre neuen Mitschüler*innen und die neue Umgebung kennen, was Unsicherheiten reduziert und das Zugehörigkeitsgefühl stärkt.
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Positive Beziehungen fördern durch Partizipation
- Beteiligen Sie die Kinder aktiv an der Gestaltung des Übergangs bspw. mit einem Kinderrat. Fragen Sie sie, welche Wünsche und Vorstellungen sie haben, um den Prozess gemeinsam zu gestalten.
Kontextuelle Ebene
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Gefühl der Sicherheit durch Hospitationen
- In Zusammenarbeit mit einer Grundschule können Probeunterrichtsstunden angeboten werden, bei denen die Kinder spielerisch erfahren, was es bedeutet, ein Schulkind zu sein, und welche Erwartungen an sie gestellt werden.
- Wenn zukünftige Lehrer*innen die Kita besuchen und die strukturellen Unterschiede zur Schule erklären, vermittelt das den Kindern zusätzliche Sicherheit und bereitet sie auf die neuen Anforderungen vor.
Super! Wie wir nun gelernt haben, kann der Healing Classrooms-Ansatz dazu beitragen, dass Kinder den Übergang von der Kita zur Grundschule besser bewältigen, ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und sich in der neunen Umgebung sicher und wohl fühlen. Ich gebe zu, das hört sich alles erstmal nach viel Arbeit an. Gerade in Zeiten des Ressourcenmangels, können pädagogische Fachkräfte bei der Übergangsgestaltung schnell an ihre Grenzen kommen. Doch mit einigen wenigen Mitteln, lässt sich der Übergang sicher gestalten.
- Beziehen Sie das soziale System der Kinder mit ein. Informieren Sie Eltern und lassen Sie sie im besten Fall partizipieren. Forschungen zeigen, dass sich die Haltung der Eltern in Bezug auf Schule signifikant auf die Haltung des Kindes auswirken kann. Unser Portfolio gibt Ihnen dazu viele Informationen, wie eine Familienzusammenarbeit gelingen kann.
- Fördern Sie die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder. Legen Sie dabei zunächst den Fokus auf die Förderung der Gefühlsregulierung. Denn wie wir gelernt haben, kann der Übergang einen Umbruch für die Kinder darstellen, der mit vielen Emotionen einhergehen kann. Diese zu erkennen, zu benennen und Regulationsstrategien anzuwenden, kann den Kindern eine große Hilfe dabei sein. Folgendes Gefühlskartenset mit Begleitheft gibt Ihnen dabei viele Übungen an die Hand.
- Informieren Sie die Kinder und lassen Sie sie partizipieren. Fragen Sie, was Sie sich wünschen, ob sie bspw. eine Schulstunde in der Kita nachspielen wollen oder ob sie eine Schule besichtigen wollen. Selbst, wenn Sie so etwas bereits geplant haben, können Sie den Kindern durch Nachfragen das Gefühl vermitteln, dass sie mitbestimmen dürfen.
- Begleiten Sie die Kinder dabei, neue Beziehungen zu knüpfen. Sind Sie bspw. Lehrkraft, kann es ein probates Mittel sein, die zukünftigen Kinder der ersten Klasse in der Kita zu besuchen, um Ängste abzubauen und positive Beziehungen zu fördern. Sind Sie an einer Kita tätig, kann es sinnvoll sein, eine Hospitation an einer Schule zu organisieren. Folgende Materialien können Ihnen dabei helfen.
- Stärken Sie das Selbstwertgefühl der Kinder, indem sie bspw. Affirmationen, wie „Ich kann das schaffen!“ oder „Ich bin gut so, wie ich bin.“ nutzen. Folgendes Affirmationskartenset mit Begleitheft kann eine großartige Hilfe dabei sein.
- Auch unser Selbstlernmodul zu Affirmationen kann eine Unterstützung sein.
Stärken Sie das Zugehörigkeitsgefühl der neu an der Schule angekommenen Kinder. Lassen Sie sie bspw. eine Stärkenwand (Patchwork im HC-Handbuch auf S.111) erstellen. Oder gestalten Sie mit den Kindern einen Ort im Schulraum, in dem Sie bspw. mit den Kindern ein Plakat all er Sprachen erstellen, die die Kinder mitbringen und hängen Sie das Plakat im Schulraum auf. Da wir unsere Identität stark mit den Sprachen, die wir sprechen, verknüpfen, kann dadurch das Zugehörigkeitsgefühl mit einem einfachen Mittel gestärkt werden.
➡️ Gehen Sie bitte zum 6. Lernabschnitt "Zusammenfassung" im Menü auf der rechten Seite.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und dafür, dass Sie sich mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen. Wir haben gelernt, wie wir den Kindern im pädagogischen Kontext mithilfe des Healing Classroom Ansatzes und den fünf Schutzfaktoren Orte des sicheren Lernens schaffen können. Außerdem haben wir über die Wichtigkeit der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen im pädagogischen Alltag erfahren und mit dem Handbuch viele Übungen dazu an die Hand bekommen.
Im letzen Teil des Moduls haben wir wir die Aspekte aus dem Healing Classrooms-Ansatz auf den Übergang beziehen können. Wie die Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten gerade auch am Übergang gestaltet werden kann, schauen wir uns gemeinsam in Modul 3 an. Wir freuen uns darauf, wenn Sie uns auch hier wieder begleiten!
➡️ Gehen Sie bitte zum 7. Lernabschnitt "Quiz" im Menü auf der rechten Seite.
Um Ihr Wissen aus diesem Modul zu festigen, haben Sie wieder die Möglichkeit, hier ein kleines freiwilliges Quiz zu machen. Viel Spaß dabei!
Die Auflösung erhalten Sie, indem Sie mit der Maus auf das blinkende Plus-Symbol klicken.
Ordnen Sie die beispielhaften Darstellungen im Kita- oder Schulalltag den korrekten Begriffen zu:
Die Kinder fühlen sich von den Fach- und Lehrkräften gehört und geschätzt, indem diese den Kindern Anerkennung, Zuwendung und emotionale Unterstützung bieten.
Antwortmöglichkeiten:
- Zugehörigkeitsgefühl
- Kontrollüberzeugung
- Positive Beziehungen

Richtige Antwort:
Positive Beziehungen
Jeden Tag starten die Kinder mit dem gleichen Ritual, im Klassenraum haben sie mit der Fachkraft Regeln festgelegt, die sie alle gemeinsam befolgen und der Lernalltag der Kinder ist strukturiert und transparent gestaltet.
Antwortmöglichkeiten:
- Selbstwertgefühl
- Kontrollüberzeugung
- Achtsamkeit

Richtige Antwort:
Kontrollüberzeugung
Die Kinder fühlen sich mit der Kita/Schule gut vernetzt und sehen diese als Schutzeinrichtung.
Antwortmöglichkeiten:
- Selbstwertgefühl
- Positive Beziehungen
- Zugehörigkeitsgefühl

Richtige Antwort:
Zugehörigkeitsgefühl
Die Fachkräfte nutzen Spiele oder Übungen, Aktivitäten, um das das Interesse der Kinder anzuregen.
Antwortmöglichkeiten:
- Zugehörigkeitsgefühl
- Spielbasiertes Lernen
- Positive Beziehungen

Richtige Antwort:
Spielbasiertes Lernen
Wenn Kinder bewusst und konzentriert den Augenblick wahrnehmen, kann dies bei der Reduzierung von Angst und Stress helfen und ihre Ausdauer stärken.
Antwortmöglichkeiten:
- Achtsamkeit
- Kontrollüberzeugung
- Sozial-emotionales Lernen

Richtige Antwort:
Achtsamkeit
Welcher der folgenden Aspekte kann die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben auf individueller Ebene unterstützen?
Antwortmöglichkeiten:
- Kontrollüberzeugung
- Gefühlsregulierung
- Spielbasiertes Lernen

Richtige Antwort:
Gefühlsregulierung
Welcher der folgenden Aspekte kann die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben auf interaktionaler Ebene unterstützen?
Antwortmöglichkeiten:
- Zugehörigkeitsgefühl
- Beharrlichkeit
- Spielbasiertes Lernen
- Welcher der folgenden Aspekte kann die Bewältigung der Entwicklungsaufgaben auf kontextueller Ebene unterstützen?
- Konfliktfähigkeit
- Beharrlichkeit

Richtige Antwort:
????????
Bitte bestätigen Sie, dass Sie dieses Modul abgeschlossen haben:
Quellenverweise
- Healing Classrooms: https://healingclassrooms.de
- Healing Classrooms Handbuch: https://mehr-teilhabe.de/wp-content/uploads/2024/03/Healing-Classrooms_Praxishandbuch.pdf
- Vor-Sprung-Portfolio: Den Übergang von der Kita in die Grundschule sicher gestalten
- Gefühlskartenset: https://mehr-teilhabe.de/wp-content/uploads/2024/03/Healing-Classrooms_Achtsamkeitskarten_Kartenset.pdf
- Affirmationskartenset: https://mehr-teilhabe.de/wp-content/uploads/2024/03/Affirmationskarten_Web.pdf
- Kooperationskalender: https://mehr-teilhabe.de/wp-content/uploads/2024/04/4-Kooperationskalender_neu.pdf
