Zwei Workshop-Phasen, ein Ziel
Um diesen Fragen nachzugehen, gliederte sich der Tag in zwei Workshop-Phasen mit je vier Workshops: Zunächst richtete sich der Blick auf die Praxis der zivilgesellschaftlichen Programmarbeit, anschließend auf die Brücken zwischen Gesundheitssektor und Zivilgesellschaft. Dazwischen setzte eine Keynote wichtige Impulse.
Workshop-Phase I: Mentale Gesundheit in der zivilgesellschaftlichen Programmarbeit
Anhand von Eindrücken aus laufenden Projekten ging es in vier Workshops um prägende Aspekte mentaler Gesundheit, die wesentlicher Bestandteil unterschiedlich ausgerichteter IRC-Programmarbeit sind. Vorgestellte Beispiele kamen aus den Bereichen Bildung & sichere Lernräume (Projekte Tragweite und Peace in Mind, mit Inputs unserer Projektpartner MHI – Mental Health Initiative und ODN Poznań), Beratung & Unterstützung beim Arbeitsmarkteinstieg (Projekte DABEI! und Aufwind), Elternarbeit & Empowerment (Projekte FMD und FgZ, gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Sunflower Care e.V.) sowie Fachberatung & Peer-Ansätze (mit Fokus auf das Anti-Trafficking-Projekt Lichtblicke, mit einem Beitrag unserer Partnerorganisation SOLWODI Deutschland e. V.).
Nach der ersten Workshop-Phase folgte mit der Keynote „Jenseits von Kulturerklärungen: Zugehörigkeit, Teilhabe und transnationale Lebenswelten“ von Prof. Dr. Rebekka Ehret (Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, Vorsitzende des Dachverbands der transkulturellen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, DTPPP e. V.) ein besonderes Highlight. Prof. Ehret hatte extra den weiten Weg aus der Schweiz nach Berlin auf sich genommen. Mit ihrem Vortrag schärfte sie den Blick auf das Zusammenspiel von Prävention, Entstigmatisierung und Teilhabe, insbesondere auch im strukturellen Kontext, und leitete damit in die zweite Workshop-Phase und sektorübergreifende bzw. verbindende Gelingensfaktoren über.