Menschenhandel und Ausbeutung vorbeugen

Geflüchtete, reguläre und irreguläre Migrant*innen sind verschiedenen Formen von Menschenhandel und Ausbeutung ausgesetzt, sowohl auf der Flucht als auch im Zielort.  Beide Phänomene setzen nicht zwangsläufig einen Grenzübertritt oder einen bestimmten Aufenthaltsstatus voraus – selbst deutsche Staatsbürger können von Menschenhandel und Ausbeutung betroffen sein.

Gemeinsame Risikofaktoren sind Armut, geringe Qualifikation und Perspektivlosigkeit. Besonders gefährdet sind mehrfach marginalisierte Personen, wie Menschen ohne Papiere, Flüchtlinge und LGBTQI+. Sie haben oft eingeschränkten Zugang zu Beratungsstellen und meiden aus Angst vor Behörden oder Täter*innen den Kontakt zu Polizei und anderen Institutionen. Daher sind sie in Statistiken unterrepräsentiert.

Beim Menschenhandel wird der Wille der betroffenen Person gebrochen (z.B. durch Gewalt) oder manipuliert (z.B. durch Täuschung), um sie für Ausbeutungszwecke auszunutzen. Der*die Menschenhändler*in hat Kontrolle über oder unzulässigen Einfluss auf die betroffene Person.

Menschenhandel und Ausbeutung treten vor allem in unregulierten Arbeitssektoren mit geringem oder fehlendem arbeitsrechtlichem Schutz auf. Dazu gehören Haushalts-, Pflege- und Unterhaltungssektoren. Aber auch vermeintlich regulierte Branchen wie Bau, Landwirtschaft, Gastronomie, Hotelgewerbe, Fleischverarbeitung, Logistik und Paketdienste sowie Pflege und haushaltsnahe Dienstleistungen sind betroffen. Sexuelle Ausbeutung findet nicht nur in der Sexarbeit statt, sondern auch in Arbeitsverhältnissen im Privathaushalt, wie z.B. in der Pflege oder Hausarbeit.

Hier einzelne Beispiele aktueller Projektumsetzungen

Wenn Sie mehr über unsere Projektarbeit erfahren möchten, dann schauen Sie sich gerne auf der Seite von International Rescue Committee Deutschland um.