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IRC Deutsche Programme: Monatsrückblick - Was bisher geschah...August'26

Drei Highlights aus den Deutschen Programmen: Einblicke in den August 2026

Nach einem Monat Sommerpause sind wir wieder zurück mit unserem Monatsrückblick!

1. Neuer Fachbeitrag zu Peer-Support in der Arbeit gegen Menschenhandel

2. Neuer Projektstandort in Heidelberg eröffnet

3. Fachtag zur Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen

1. Neuer Fachbeitrag zu Peer-Support in der Arbeit gegen Menschenhandel

Im vergangenen Monat wurde ein neuer Fachartikel aus dem Projekt TIES veröffentlicht. Der Erfahrungsbericht „When I help her, I also help myself’: peer support in anti-trafficking work“ beleuchtet das Potenzial von Peer-Support in der Unterstützung von Menschen, die von Menschenhandel gefährdet sind.

Autorin und Peer-Gruppen-Leiterin Tosin Johnson gibt Einblicke in ihre praktische Arbeit und zeigt, wie Peer-Workshopsgestaltet werden können, welche Herausforderungen in der Umsetzung bestehen und welche Aspekte bei der Auswahl geeigneter Peer-Fachkräfte berücksichtigt werden sollten.

Der Beitrag macht deutlich, wie Menschen mit ähnlichen Erfahrungen einander unterstützen, Wissen weitergeben und ihre eigenen Ressourcen stärken können. Gleichzeitig bietet er Organisationen eine praxisnahe Orientierung für die Entwicklung oder Weiterentwicklung eigener Peer-Support-Angebote.

Mit dem Erfahrungsbericht steht ein weiterer Fachartikel zur Verfügung, das fachliche Perspektiven aus der Praxis aufgreift und den Austausch über wirksame Ansätze in der Arbeit gegen Menschenhandel stärkt.

Der Fachartikel entstand im Rahmen des Projekts TIES (Transnational Initiative on Enhancing early (Self)Identification of Victims of labour exploitation and forced criminality).
TIES stärkt den Schutz von Drittstaatsangehörigen, die von Arbeitsausbeutung oder der Ausbeutung strafbarer Handlungen bedroht oder betroffen sind, und fördert den Zugang zu Unterstützungsangeboten in Deutschland, Italien und Griechenland.

2. Neuer Projektstandort in Heidelberg eröffnet

„Vor Kurzem geschah etwas, auf das jahrelang gehofft und das nun endlich Realität wurde: Wir eröffneten unsere Projekträumlichkeiten in Heidelberg!“ erzählt eine Mitarbeiterin.

Mit einem gemeinsamen Anstoßen auf die neuen Räumlichkeiten feierten die Projektteams der Region die Eröffnung ihres neuen Projektstandorts. Im September wird nun fleißig eingerichtet, damit schon bald die ersten Veranstaltungen stattfinden können. Künftig bieten die neuen Räume Platz für Workshops, Veranstaltungen, Vernetzungstreffen und viele weitere Formate. Gleichzeitig entsteht ein gemeinsamer Arbeitsort für die Teams in Heidelberg und Mannheim. Damit schaffen wir noch bessere Voraussetzungen, um Projekte weiterzuentwickeln, neue Ideen umzusetzen und Angebote für unterschiedliche Zielgruppen in der Region zu gestalten.

In den neuen Räumlichkeiten werden künftig unter anderem die Projekte Class Rebels, Peace in Mind, Familien gestalten Zukunft und KLICKwinkel vertreten sein. Der neue Standort soll ein Ort für Austausch, Zusammenarbeit und kreative Projektarbeit werden.

Wir freuen uns auf viele spannende Veranstaltungen und neue Begegnungen, und darauf, die Räumlichkeiten mit Leben zu füllen.
Schauen Sie in den kommenden Wochen wieder auf unserer Webseite vorbei, um mehr über die offizielle Eröffnung unseres neuen Standorts in Heidelberg zu erfahren.

3. Fachtag zur Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen

Ende August fand in Halle im Rahmen des Projekts DABEI ein Fachtag zu Potenzialen und Barrieren bei der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen statt. Die Veranstaltung brachte Akteur*innen aus Politik, Arbeitsverwaltung, Forschung, Beratung und Praxis zusammen, um Herausforderungen und Erfolgsfaktoren einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt zu diskutieren.

Auf dem Programm standen Fachvorträge, eine Podiumsdiskussion sowie praxisnahe Workshops zu Themen wie Selbstwirksamkeit, kulturelle Prägungen und fehlende Abschlüsse sowie den besonderen Bedarfen queerer geflüchteter Menschen. Gemeinsam wurden Perspektiven aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammengebracht und Lösungsansätze für bestehende Herausforderungen diskutiert.

Besonders hervorgehoben wurden von den Teilnehmenden die fachlichen Impulse, der hohe Praxisbezug sowie die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung. Deutlich wurde dabei vor allem die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Beratungsstellen, Jobcentern, Arbeitgeber*innen und weiteren Unterstützungsstrukturen. Starke Netzwerke und funktionierende Unterstützungsketten können den Zugang zu Informationen, Angeboten und beruflichen Perspektiven entscheidend erleichtern.

Der Fachtag bot damit nicht nur Raum für fachliche Diskussionen, sondern auch für gegenseitiges Lernen, Vernetzung und die gemeinsame Weiterentwicklung von Ansätzen zur Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen.