IRC Deutsche Programme: Monatsrückblick – Was bisher geschah…August

Eine Kurzvorstellung von drei Highlights der Deutschen Programme

  1. Ein Rückblick auf das erste Treffen des Kompetenznetzwerks Antidiskriminierung in Oberfranken
  2. Ein Sommerfest voller Inspiration
  3. We got some new stuff!

1. Ein Rückblick auf das erste Treffen des Kompetenznetzwerks Antidiskriminierung in Oberfranken

Am 18. Juli 2025 war es so weit: Das erste Treffen des Kompetenznetzwerks Antidiskriminierung in Oberfranken fand statt. Mit etwa 30 Engagierten, Beratenden und Interessierten aus ganz Oberfranken war der Raum gefüllt mit viel Expertise und Erfahrung, der Austausch war lebhaft und inspirierend. Im Mittelpunkt stand die wichtige Arbeit der Antidiskriminierungsberatung von „Füreinander in Oberfranken“(FiO) sowie die vielfältigen Perspektiven der Anwesenden. Wir diskutierten intensiv über diskriminierende Strukturen in verschiedenen Lebensbereichen und Kontexten und wie wir diesen gemeinsam begegnen können.

Was ist die Idee hinter dem Netzwerk?

Antidiskriminierungsarbeit ist ein Querschnittsthema, das viele Verbündete braucht. Verschiedenen Zielgruppen in unterschiedlichen Lebensbereichen benötigen Beratung und Unterstützung. Indem wir wissen, welche Ansprechpersonen und Expertisen es in Oberfranken gibt, können wir uns gegenseitig unterstützen und weitervermitteln. Gemeinsam gelingt es uns besser, Akteure und Institutionen zu sensibilisieren. Miteinander und Füreinander wollen wir Diskriminierung in all ihren Formen bekämpfen und eine Kultur der Vielfalt und Inklusion in Oberfranken fördern.

Was waren die Themen des Austauschs und der Diskussionen?

Die Arbeit von „Füreinander in Oberfranken“ wurde vorgestellt und intensiv diskutiert. Besonders groß war das Interesse an der Beratungsarbeit und den zahlreichen Interventionen, die im Rahmen der Antidiskriminierungsarbeit angeboten werden. Die Teilnehmenden teilten ihr eigenen Erfahrungen und Expertisen, was zu einem bereichernden Austausch führte. Wir sprachen über diskriminierend Strukturen in verschiedenen Lebensbereichen wie Schule, Arbeitswelt und Wohnen. Gemeinsam überlegten wir, wie diese Strukturen erkannt und bekämpft werden können. Dabei tauschten wir Best-Practice-Beispiele aus und lernten viel voneinander.

     

Was ist das Outcome des Treffens?

Das erste Treffen des Kompetenznetzwerks war ein voller Erfolg! Der lebhafte Austausch und die vielfältigen Expertisen der Teilnehmenden haben gezeigt, dass es in unserer Region ein großes Interesse und Engagement für Antidiskriminierungsarbeit gibt. Wir sind alle motiviert, weiterhin zusammenzuarbeiten und gemeinsame Projekt zu entwickeln, um Diskriminierung in allen Lebensberiech zu bekämpfen.
Es war ein wunderbarer Anfang, und wir freunden uns auf viele weitere inspirierende reffen und gemeinsame Initiativen. Gemeinsam sind wir stark -für ein vielfältiges und inklusives Oberfranken!

Bildrechte: Füreinander in Oberfranken
Text: Pauline Albrecht

2. Ein Sommerfest voller Inspiration

Am Freitag, den 22. August 2025, feierte das Team START – bestehend aus IRC, dem Ukrainischen Verein Niedersachsen (UVN) e.V. und der Föderation Türkischer Elternvereine (FöTEV) e.V. – ein besonderes Sommerfest im Leonardo Hotel Hannover. Rund 150 Gäste, darunter zahlreiche Netzwerkpartner*innen, kamen zusammen, um Begegnungen zu schaffen und gemeinsame Erfolge zu würdigen.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Stimmen einiger Teilnehmerinnen. In kurzen Interviews berichteten sie offen, ehrlich und mit Humor von ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt. Eine begleitende Ausstellung zeigte weitere individuelle Meilensteine. Diese Geschichten verdeutlichen eindrucksvoll, wie viel Mut und Durchhaltevermögen in jedem Schritt stecken – und dass Erfolge möglich sind, auch wenn der Weg nicht immer einfach ist. Eine Teilnehmerin fasste es so zusammen:
„Als ich im Projekt ankam, wusste ich nicht mehr, wer ich bin. Im Projekt wurde mir zugehört, egal wie gut mein Deutsch war – niemand hat gelacht. Jetzt weiß ich, wo ich hinwill und was ich kann.“
Musikalische Beiträge aus der Türkei und der Ukraine verliehen dem Fest eine besondere und intime Atmosphäre.

Auch unsere Netzwerkpartner*innen bereicherten den Abend mit wichtigen Impulsen. Frau Heinrichs, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des JobCenters Hannover, mit dem Team START in engem Austausch steht und regelmäßig gemeinsame Angebote umsetzt, sprach über den Beginn des Projektes und stellte aktuelle Aktivitäten vor. Frau Diallo-Hartmann, Sprecherin für Migration, Geflüchtete und Antirassismus bei Bündnis 90/Die Grünen, gab Einblicke in bestehende Hürden, aber auch über die Chancen, die sich für Frauen mit Migrations- oder Fluchterfahrung beim Zugang zum Arbeitsmarkt eröffnen. Nicht zuletzt ist auch der Veranstaltungsort selbst ein Teil der Erfolgsgeschichten: Das Leonardo Hotel kooperiert seit 2023 mit dem Projekt und mehrere Teilnehmerinnen haben dort bereits Praktika absolviert oder eine Arbeitsstelle gefunden.

Takeaways des Abends

Das Sommerfest macht deutlich, wie wichtig Räume für Begegnung und Austausch sind. Sie geben Frauen Orientierung, eröffnen Perspektiven und zeigen, dass persönliche Erfolge auch durch kleine Schritte erreicht werden können und somit für alle erreichbar sind. Die Kombination aus Erfahrungsberichten, Netzwerkarbeit und gemeinschaftlicher Atmosphäre ließ den Abend zu einem starken Signal des Zusammenhalts werden.
Mit vielen berührenden Momenten im Herzen startet Team START nun voller Energie in die nächste Projektphase – bestärkt von den Geschichten der Teilnehmerinnen und getragen von einem starken Netzwerk.

 

3. We got some new stuff!

Wir waren fleißig und haben reichlich Informationen gesammelt, zusammengeschrieben und in ein leserliches Format gebracht – das nun alles online und kostenlos auf unserer Materialseite zu finden ist: https://mehr-teilhabe.de/materialien/
Und damit Sie sich keine Mühen machen müssen die Webseite nach den neuen Sachen zu scannen, gibt es hier ein Kurzvorstellung:

Der IRC Bildungsbereich hat ein neues Arbeitsheft herausgebracht: „Tragweite Entfalten – Ein Reflexionsleitfaden zur Resilienzförderung von Kindern und Jugendlichen Tragweite Entfalten – Ein Reflexionsleitfaden zur Resilienzförderung von Kindern und Jugendlichen“. Praxisnahe Impulse für eine diskriminierungs- und traumasensible sowie sprachbewusste Haltung in der pädagogischen Arbeit sorgen für mehr Selbstreflexion, Sicherheit sowie Zugehörigkeit im Alltag mit Kindern und Jugendlichen.
Außerdem gibt es nun zu dem bereits verfügbaren Poster der Traumsensiblen Praxis im Kitaalltag zusätzlich ein Poster für Traumasensible Schul-PraxisPoster Traumasensible Schulpraxis. Visuell ansprechend werden sieben zentrale Impulse für eine Haltung dargestellt, die Sicherheit, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit im Klassenzimmer stärkt.

Das Material gibt es sowohl online als auch in Druckversion für zuhause, die Schule oder die Arbeit – für eine Bestellung bitte alle benötigten Informationen hier angeben.

Schutz und Rechtsberatung – auch hier liegen zwei neue Berichte zum Thema „Wie gelingt gute Aufnahme in deutschen Kommunen?“ vor. Basierend auf einer partizipativen Evaluation hat IRC Deutschland untersucht, wie das Bundesaufnahmeprogramm für Afghanistan (BAP) in der kommunalen Praxis umgesetzt wird.
Die Berichte sind hier zu finden:
🔸 Sicher Ankommen in Deutschland, im Rahmen des Projekts „Sicher Ankommen“, gefördert von der Robert Bosch Stiftung
🔸 Ankommen gestalten, im Rahmen des Projekts „Khus Amdeed “, gefördert durch den Welcome Alliance Fund

Zudem gibt es nun Material auf Englisch „Caring for those who care: Supporting refugee and migrant survivors of human trafficking with parenting responsibilities“, um Ersthelfer*innen, die mit Flüchtlings- und Migrantenfamilien arbeiten, zu schulen. Es zielt darauf ab, ein Verständnis für die besonderen Schutzbedürfnisse von Eltern und Betreuungspersonen zu entwickeln, die (erzwungene) Migration und Menschenhandel erlebt haben, und bietet praktische Instrumente, um eine traumainformierte Stressbewältigungsunterstützung anzubieten und das Erziehungsverhalten zu stärken.

Klicken Sie sich auch zukünftig durch unser Materialseite.

Bis zum nächsten Monatsrückblick (:

Illustration: IRC

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie, welchem Kind aus Ihrem Arbeitskontext es guttun würde, Affirmationen zu üben. Schauen Sie sich dann das Affirmationskartenset des Projekts Vor-Sprung in Ruhe an und wählen Sie eine Karte aus, die zu diesem Kind passt. Überlegen Sie, wie Sie diese Karte nutzen können, um mit dem Kind zusammenzuarbeiten. Nutzen Sie dazu wieder Ihren bereitgelegten Stift und Papier

 

Das Kind, an das ich denke, ist immer sehr bemüht, keine Fehler zu machen. Wenn es mal einen Fehler macht, ist die Reaktion sehr stark. Oft reagiert das Kind mit großer Wut, die es gegen sich selbst und manchmal auch gegen andere richtet.

Nehmen Sie sich gerne einen Moment Zeit und schauen Sie sich das Affirmationskartenset des Projekts Vor-Sprung in Ruhe an.

Wählen Sie dann eine Karte aus, die zu diesem Kind passt. Überlegen Sie sich, wie Sie diese Karte nutzen können, um mit dem Kind zusammenzuarbeiten. Nutzen Sie dazu wieder Ihren bereitgelegten Stift und Papier.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und beantworten Sie zu der von Ihnen gewählten Affirmation folgende Fragen. Nutzen Sie dazu gerne Ihren bereitgelegten Stift und Papier.

➡️ Welche Affirmation haben Sie ausgewählt?

➡️ Was für ein Gefühl löst die ausgewählte Affirmation in Ihnen aus?

➡️ Welcher negative Glaubenssatz könnte hinter dieser Affirmation stecken? Bzw. wie könnten Sie die ausgewählte Affirmation ins Negative umformulieren?

➡️ Können Sie sich erinnern, woher dieser negative Glaubenssatz kommt? Von Ihren Eltern? Aus der Schule?

➡️ Wo schränkt Sie dieser negative Glaubenssatz ein? Wo macht er Ihnen das Leben schwer oder hindert Sie daran etwas zu tun?