IRC Deutsche Programme: Monatsrückblick – Was bisher geschah…Juli

Eine Kurzvorstellung von drei Highlights der Deutschen Programme

  1. Schulpsycholog*innen x Healing Classrooms Ansatz
  2. Class Rebels auf der schulübergreifenden Demo „Together We Stand“ in Mannheim
  3. Neues Trainingsmaterial im Projekt DIRECT: Unterstützung für Betroffene von Menschenhandel mit Erziehungsverantwortung

1. Schulpsycholog*innen x Healing Classrooms Ansatz

Mit dem Kompetenzzentrum Schulpsychologie haben wir rund 30 Healing-Classrooms-Multiplikator*innen fortgebildet.

Das Programm Healing-Classrooms wird seit einigen Jahren nicht nur von Referent*innen des International Rescue Committees umgesetzt, sondern in Hessen und Nordrhein-Westfalen arbeiten wir auch eng mit Partner*innen zusammen, die für uns als Multiplikator*innen wirken. Am 07. und 08. Juli 2025 wurden in Hessen 30 weitere Schulpsycholog*innen als Multiplikator*innen ausgebildet.

In der tollen Umgebung der Frankfurter Goethe Universität haben unsere Referenten Tassilo Schuster und Johannes Wießner an zwei intensiven Tagen mit Schulpsycholog*innen aus ganz Hessen überlegt, wie pädagogische Fachkräfte im Healing-Classrooms-Ansatz fortgebildet werden können:

Welche Kernpunkte sind wichtig? Welche Materialien können wie umgesetzt werden und was sind Stolpersteine in der Erwachsenenbildung?

Mit viel Engagement und Spaß beim Erproben und Kennenlernen von Fortbildungseinheiten und bei einem Forumstheater ging es vor allem darum, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen Healing Classrooms flexibel an ihren Arbeitsalltag als Schulpsycholog*innen anzupassen und den Ansatz als Fortbildung oder in der Beratung weiterzutragen.
Ab dem kommenden Schuljahr werden sich die Teilnehmenden immer wieder in Austauschrunden treffen, um die eigene Umsetzung zu reflektieren und gegenseitig von den Erfahrungen der anderen zu profitieren. Wir freuen uns sehr auf diese Arbeit und danken insbesondere Joanna Wegerer vom Kompetenzzentrum Schulpsychologie Hessen für die wertvolle Zusammenarbeit.

 

2. Class Rebels auf der schulübergreifenden Demo „Together We Stand“ in Mannheim

Gestern war IRC Deutschland mit dem Projekt ‚Class Rebels – gemeinsam mit Ausweg Rhein-Neckar e.V. – auf der schulübergreifenden Demo „Together We Stand“ vertreten. Rund 250 Schüler*innen hatten zuvor auf dem Alten Messplatz ihre Forderungen laut und sichtbar auf die Straße gebracht. Ihr Ziel: Mehr politische Bildung an Mannheimer Schulen, ein jährlicher Aktionstag für Demokratie und ein klares Zeichen gegen gesellschaftliche Spaltung, Fake News und den Rechtsruck.

Am Mitmach-Stand im Ehrenhof des Mannheimer Schlosses kamen Jugendliche spielerisch und tiefgründig ins Gespräch: Ein Glücksrad mit Fragen zu Klassismus, Chancengleichheit und sozialer Herkunft regte zum Austausch an. Besonders beeindruckend war die Offenheit und das Bewusstsein der Teilnehmenden – Klassismus ist für viele gelebte Realität.
Ein Highlight: selbst gestaltete Buttons mit persönlichen Botschaften – eine einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeit, Haltung zu zeigen – für eine gerechtere Gesellschaft.
Besonders gefreut hat uns auch die direkte Nachbarschaft zum Team der baden-württembergischen Landeszentrale von „Demokratie leben!“ – eine tolle Gelegenheit, sich über Projekte und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

„Demokratie leben!“ ist auf Bundesebene ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es unterstützt Projekte, die sich für Demokratie, Vielfalt und gegen jede Form von Extremismus einsetzen – wie auch Class Rebels – worüber wir sehr froh sind.

Das gesamte Event war nicht nur ein starker Ausdruck von Meinungsfreude, sondern auch ein Appell an Politik und Bildung: Junge Menschen wollen mitreden, mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Class Rebels unterstützt sie dabei – mit Raum für Fragen, Austausch auf Augenhöhe und Impulsen, die weiterwirken.
Auch lokale Politiker*innen waren vor Ort, darunter der Bildungsbürgermeister sowie Vertreter*innen von Grünen, FDP und Linken – so konnten die Jugendlichen ihre Forderungen direkt adressieren.

Wir sagen Danke an alle, die dabei waren – für euren Mut, eure Perspektiven und euer Engagement. Class Rebels ist gerne dabei, wenn junge Menschen Fragen stellen, Haltung zeigen und sich Gehör verschaffen. Together We Stand!

 

3. Neues Trainingsmaterial im Projekt DIRECT: Unterstützung für Betroffene von Menschenhandel mit Erziehungsverantwortung

Im Rahmen des EU-Projekts DIRECT hat IRC ein neues Trainingsmaterial veröffentlicht: „Caring for those who care: Supporting refugee and migrant survivors of human trafficking with parenting responsibilities“. Es richtet sich an Fachkräfte mit unterschiedlichen Profilen sowie an Freiwillige, die in direktem Kontakt mit Betroffenen von Menschenhandel stehen – insbesondere mit Personen, die eine Flucht- und/oder Migrationsbiografie haben und Eltern oder andere Bezugspersonen von Kindern sind.
Das Material sensibilisiert für die besonderen Herausforderungen, mit denen Eltern oder Bezugspersonen in dieser Situation konfrontiert sind. Es bietet praxisnahe Impulse, wie eine traumasensible, empowernde Unterstützung aussehen kannmit dem Ziel, Stress zu reduzieren und die elterliche Rolle zu stärken.

Das Training ist Teil des Projekts DIRECT (Develop coordInation with migRants to Enhance inClusion of Trafficked persons), das sich für die frühzeitige Identifizierung und nachhaltige Integration von Drittstaatsangehörigen einsetzt, die von Menschenhandel betroffen sind. Basierend auf den spezifischen Bedarfen der Zielgruppe wurden im Rahmen des DIRECT-Projekts Empowerment-Maßnahmen für die Betroffenen umgesetzt, um ihre sozioökonomische Inklusion und langfristige Integration in Deutschland, Italien, Spanien, Griechenland und den Niederlanden zu fördern.

Das neue Trainingsmaterial steht ab sofort als PDF in englischer Sprache zur Verfügung und kann in Schulungen oder der praktischen Arbeit mit Betroffenen eingesetzt werden.

Bis zum nächsten Monatsrückblick (:

Photo: IRC

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie, welchem Kind aus Ihrem Arbeitskontext es guttun würde, Affirmationen zu üben. Schauen Sie sich dann das Affirmationskartenset des Projekts Vor-Sprung in Ruhe an und wählen Sie eine Karte aus, die zu diesem Kind passt. Überlegen Sie, wie Sie diese Karte nutzen können, um mit dem Kind zusammenzuarbeiten. Nutzen Sie dazu wieder Ihren bereitgelegten Stift und Papier

 

Das Kind, an das ich denke, ist immer sehr bemüht, keine Fehler zu machen. Wenn es mal einen Fehler macht, ist die Reaktion sehr stark. Oft reagiert das Kind mit großer Wut, die es gegen sich selbst und manchmal auch gegen andere richtet.

Nehmen Sie sich gerne einen Moment Zeit und schauen Sie sich das Affirmationskartenset des Projekts Vor-Sprung in Ruhe an.

Wählen Sie dann eine Karte aus, die zu diesem Kind passt. Überlegen Sie sich, wie Sie diese Karte nutzen können, um mit dem Kind zusammenzuarbeiten. Nutzen Sie dazu wieder Ihren bereitgelegten Stift und Papier.

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und beantworten Sie zu der von Ihnen gewählten Affirmation folgende Fragen. Nutzen Sie dazu gerne Ihren bereitgelegten Stift und Papier.

➡️ Welche Affirmation haben Sie ausgewählt?

➡️ Was für ein Gefühl löst die ausgewählte Affirmation in Ihnen aus?

➡️ Welcher negative Glaubenssatz könnte hinter dieser Affirmation stecken? Bzw. wie könnten Sie die ausgewählte Affirmation ins Negative umformulieren?

➡️ Können Sie sich erinnern, woher dieser negative Glaubenssatz kommt? Von Ihren Eltern? Aus der Schule?

➡️ Wo schränkt Sie dieser negative Glaubenssatz ein? Wo macht er Ihnen das Leben schwer oder hindert Sie daran etwas zu tun?