Allgemein, IRC Deutschland Programmarbeit

IRC Deutsche Programme: Monatsrückblick – Was bisher geschah…Juni’26

Drei Highlights aus den Deutschen Programmen: Einblicke in den Juni 2026

1. Teilhabe durch Bildung: Impulse aus der Fachtagung der Grünen Landtagsfraktion

2. Kontakte knüpfen, Chancen nutzen: Erfolgreicher Job-Info-Tag in der Pflege

3. TechMig im Dialog: Migration und Technologie gemeinsam gestalten

1. Teilhabe durch Bildung: Impulse aus der Fachtagung der Grünen Landtagsfraktion

Unsere Kolleg*innen nahmen an der Fachtagung „Recht auf diskriminierungsfreie Bildung?!“ der Grünen Landtagsfraktion im Niedersächsischen Landtag in Hannover teil. Im Mittelpunkt standen Vorträge und Workshops zu Themen wie rassismuskritische Schulentwicklung, Empowerment von Schüler*innen mit Diskriminierungserfahrungen, diskriminierungssensible Haltung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine diskriminierungsfreie Bildung.

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Frage, wie Diskriminierung an Schulen verbindlich adressiert werden kann, damit Bildungseinrichtungen für alle Kinder und Jugendlichen sichere und gerechte Lernorte werden. Die geplante Verankerung eines Rechts auf diskriminierungsfreie Bildung im Niedersächsischen Schulgesetz wurde dabei als wichtiger Schritt diskutiert.

Auch die Forderung nach einem Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) spielte eine wichtige Rolle. Ein solches Gesetz könnte Menschen dabei unterstützen, sich wirksam gegen Diskriminierung durch staatliche Stellen zur Wehr zu setzen. Die Diskussionen machten deutlich, dass verlässliche Beschwerdestrukturen und einklagbare Rechte nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch in anderen Lebensbereichen von großer Bedeutung sind.

Neben den fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung mit Vertreter*innen aus Politik, Bildung und Zivilgesellschaft.

Sie möchten mehr über unsere Arbeit zu Antidiskriminierung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit erfahren? Sprechen Sie uns gerne an oder informieren Sie sich über unsere Projekte auf:

2. Kontakte knüpfen, Chancen nutzen: Erfolgreicher Job-Info-Tag in der Pflege

Im Rahmen des Projekts DABEI fand erstmals ein Job-Info-Tag rund um Pflege- und Gesundheitsberufe statt. Zahlreiche Arbeitgeber, Bildungsträger und Beratungsstellen nutzten die Gelegenheit, ihre Angebote vorzustellen und mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.

Die Besucher*innen konnten sich direkt über Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten informieren, Fragen stellen und wertvolle Kontakte für ihren beruflichen Weg knüpfen. Vertreten waren unter anderem Krankenhäuser, Bildungsträger, Beratungsangebote sowie Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres und weitere Einrichtungen, die den Einstieg in Pflege- und Gesundheitsberufe unterstützen. Den entscheidenden Unterschied zu großen Jobmessen machte laut Feedbacks der Teilnehmenden die intensive Begleitung sowie Sprachmittlung durch die Jobcoaches für Teilnehmende. Somit konnten die ersten Hürden des „Inkontakttretens“ mit Arbeitgebern schnell überwunden werden. Auch von Arbeitgeberseite gab es sehr positive Rückmeldungen zur persönlichen Atmosphäre während des Job-Tages.

Ein herzlicher Dank gilt allen Kolleg*innen, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben. Besonders bedanken möchten wir uns bei unserer Kollegin Elif, die einen großen Teil der Organisation übernommen und die Umsetzung des Job-Info-Tags maßgeblich unterstützt hat.

Interesse an einer Ausbildung oder Beschäftigung im Pflege- und Gesundheitsbereich? Erfahren Sie mehr über das Projekt DABEI und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch.

3. TechMig im Dialog: Migration und Technologie gemeinsam gestalten

Im Rahmen des Projekts Technological Transformation in Migration and Asylum Governance (TechMig) unsere Kolleg*innen gemeinsam mit dem Center for Computational Sciences C3S der Goethe-Universität Frankfurt das Projekt „Migration and Technology: Agency, Participation and Access“ im Rahmen eines interdisziplinären Workshops vor. Zu den Teilnehmenden zählten Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis und dem Privatsektor, darunter Vertreter*innen der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Universität Utrecht.

Das Projekt TechMig analysiert technologische Transformationen in der Migrations- und Asylpolitik mit Fokus auf Inklusivität, Partizipation und Gerechtigkeit. Ziel des Projekts ist es, die Zugänglichkeit und Qualität digitaler Dienstleistungen für unterversorgte und marginalisierte Gruppen zu untersuchen und im Hinblick auf systematische Diskriminierung zu verbessern. Migrantinnen, Geflüchtete und Praktikerinnen sollen dabei aktiv in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Chancen und Herausforderungen digitaler Technologien im Migrationskontext. Diskutiert wurde unter anderem, wie digitale Registrierungs- und Verwaltungsprozesse den Zugang zu Schutz und Unterstützung beeinflussen und welche Hürden entstehen können, wenn digitale Kompetenzen zur Voraussetzung werden.

Ein weiteres Schwerpunktthema war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Teilnehmenden diskutierten, inwiefern Algorithmen bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungen reproduzieren können und welche Möglichkeiten bestehen, solche Verzerrungen zu erkennen und zu reduzieren. Dabei wurde deutlich: Technologie kann wichtige Unterstützung leisten, menschliche Entscheidungen und Verantwortung jedoch nicht ersetzen.

Auch Fragen der Datensouveränität spielten eine zentrale Rolle. Wer kontrolliert Daten, wer hat Zugriff darauf und wie können sensible Informationen geschützt werden? Gerade im Migrationsbereich können digitale Daten sowohl Chancen eröffnen als auch Risiken mit sich bringen.

Der Workshop hat gezeigt, wie wichtig der interdisziplinäre Dialog ist, um digitale Technologien menschenrechtsbasiert, fair und inklusiv zu gestalten.

Sie möchten mehr über das Projekt TechMig erfahren oder mit uns zu den Themen Migration, Digitalisierung und KI ins Gespräch kommen? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Bis zum nächsten Monatsrückblick (:

Illustration: Irem Kurt für IRC