Allgemein, IRC Deutschland Programmarbeit

IRC Deutsche Programme: Monatsrückblick – Was bisher geschah…Mai’26

Drei Highlights aus den Deutschen Programmen: Einblicke in den Mai 2026

1. Bewerbungstraining stärkt Perspektiven

2. Workshop Queerfestival Heidelberg 2026

3. Wir dürfen neues Material vorstellen

1. Bewerbungstraining stärkt Perspektiven

Im Mai 2026 fand im Rahmen des Projekts START ein Bewerbungstraining mit fünf Terminen (05.05.–19.05.) statt. Acht Teilnehmerinnen mit Migrationserfahrung aus der Stadt und Region Hannover wurden dabei auf ihrem Weg in Qualifizierung und Arbeitsmarkt unterstützt. Im Fokus standen die Erstellung und Optimierung von Bewerbungsunterlagen, Einblicke in den deutschen Arbeitsmarkt sowie hilfreiche digitale Tools für Lebenslauf und Anschreiben.
Neben praktischen Übungen am Computer vermittelte das Training wichtiges Wissen zu Bewerbungsprozessen, notwendigen Unterlagen und der Nutzung von Online-Jobportalen. Auch die Analyse von Stellenanzeigen sowie Rollenspiele zu Vorstellungsgesprächen – inklusive typischer Fragen und rechtlicher Rahmenbedingungen – waren Teil des Programms.

Das Ergebnis: Die Teilnehmerinnen gingen mit gestärktem Selbstbewusstsein, klaren nächsten Schritten und großer Motivation aus dem Training. Das durchweg positive Feedback bestärkt uns darin, weitere Formate zu planen – darunter ein Aufbaukurs für Fortgeschrittene sowie ein Berufsorientierungskurs im Herbst.

2. Workshop Queerfestival Heidelberg 2026

Im Rahmen des Queerfestivals Heidelberg fand im Mai der zweitägige Workshop „KLICKwinkel“ statt. Ein intersektionaler Fotografie-Workshop zu Macht, Bildsprache und queerer Sichtbarkeit. Gemeinsam mit den Teilnehmenden beschäftigten wir uns mit Fragen von Repräsentation, gesellschaftlicher Wahrnehmung und der Rolle von Fotografie im Kontext von Queerness und Mehrfachdiskriminierung.

Im Workshop wurden Beispiele aus dokumentarischer, sozialer und aktivistischer Fotografie analysiert und gemeinsam diskutiert:

  • Welche Bilder prägen unseren Blick auf queere Menschen?
  • Welche Perspektiven bleiben unsichtbar?
  • Und wie können Bilder genutzt werden, um eigene Erfahrungen sichtbar zu machen und dominante Narrative zu hinterfragen?

Die Teilnehmenden waren überwiegend junge queere Menschen sowie junge Erwachsene mit Interesse an gesellschaftspolitischen und kreativen Themen. Der Workshop schuf Raum für Austausch, Reflexion und Selbstrepräsentation, besonders für Perspektiven, die oft unsichtbar bleiben oder stereotyp dargestellt werden.

Im praktischen Teil entwickelten die Teilnehmenden eigene fotografische Fragestellungen und kleine Bildserien zu Alltag, öffentlichem Raum, Community und persönlichen Erfahrungen. Dabei standen nicht fotografische Vorkenntnisse, sondern der individuelle Blick und die gemeinsame Reflexion im Vordergrund.

Ein zentrales Outcome des Workshops war die Stärkung kritischer Medienkompetenz sowie die Auseinandersetzung mit Sichtbarkeit, Empowerment und intersektionalen Perspektiven. Die Teilnehmenden konnten Fotografie als kreatives und politisches Ausdrucksmittel erleben und eigene Erfahrungen und Beobachtungen in Bildern sichtbar machen.

3. Wir dürfen neues Material vorstellen

Im Mai wurden auf mehr-teilhabe.de drei neue bzw. erweiterte Materialien veröffentlicht, die wichtige Impulse für Praxis und Vernetzung im Bereich Teilhabe setzen.

  1. Mit der Handreichung „Gemeinsam stark – zur erfolgreichen humanitären Aufnahme in Kommunen“ steht Akteur*innen vor Ort ein praxisnaher Leitfaden zur Verfügung, der Kommunen bei der Umsetzung von Aufnahmeprozessen unterstützt und konkrete Handlungsempfehlungen bietet.
  2. Ergänzend dazu bietet die Publikation „The Greek National Referral Mechanism: Design, Strengths, Challenges“ einen Einblick in die Ausgestaltung eines nationalen Verweissystems in Griechenland. Die Publikation beleuchtet, wie Schutzstrukturen aufgebaut sind, wo ihre Stärken liegen und welche Herausforderungen sich in der Praxis zeigen – und liefert damit wertvolle Anknüpfungspunkte für den internationalen Erfahrungsaustausch. Das Material ist in englischer Sprache verfügbar und richtet sich insbesondere an ein fachlich orientiertes Publikum.
  3. Zudem ist der Bericht „Sicher Ankommen“ nun auch auf Englisch verfügbar. Er beleuchtet, wie Schutz- und Unterstützungsstrukturen für besonders schutzbedürftige Geflüchtete gestaltet werden können und welche Faktoren für ein sicheres und gelingendes Ankommen entscheidend sind.Alle Materialien tragen dazu bei, Wissen zugänglich zu machen, voneinander zu lernen und Teilhabe nachhaltig zu stärken.

Bis zum nächsten Monatsrückblick (:

Illustration: Irem Kurt für IRC