Im Mai 2026 fand im Rahmen des Projekts START ein Bewerbungstraining mit fünf Terminen (05.05.–19.05.) statt. Acht Teilnehmerinnen mit Migrationserfahrung aus der Stadt und Region Hannover wurden dabei auf ihrem Weg in Qualifizierung und Arbeitsmarkt unterstützt. Im Fokus standen die Erstellung und Optimierung von Bewerbungsunterlagen, Einblicke in den deutschen Arbeitsmarkt sowie hilfreiche digitale Tools für Lebenslauf und Anschreiben.
Neben praktischen Übungen am Computer vermittelte das Training wichtiges Wissen zu Bewerbungsprozessen, notwendigen Unterlagen und der Nutzung von Online-Jobportalen. Auch die Analyse von Stellenanzeigen sowie Rollenspiele zu Vorstellungsgesprächen – inklusive typischer Fragen und rechtlicher Rahmenbedingungen – waren Teil des Programms.
Das Ergebnis: Die Teilnehmerinnen gingen mit gestärktem Selbstbewusstsein, klaren nächsten Schritten und großer Motivation aus dem Training. Das durchweg positive Feedback bestärkt uns darin, weitere Formate zu planen – darunter ein Aufbaukurs für Fortgeschrittene sowie ein Berufsorientierungskurs im Herbst.
Im Rahmen des Queerfestivals Heidelberg fand im Mai der zweitägige Workshop „KLICKwinkel“ statt. Ein intersektionaler Fotografie-Workshop zu Macht, Bildsprache und queerer Sichtbarkeit. Gemeinsam mit den Teilnehmenden beschäftigten wir uns mit Fragen von Repräsentation, gesellschaftlicher Wahrnehmung und der Rolle von Fotografie im Kontext von Queerness und Mehrfachdiskriminierung.
Im Workshop wurden Beispiele aus dokumentarischer, sozialer und aktivistischer Fotografie analysiert und gemeinsam diskutiert:
Die Teilnehmenden waren überwiegend junge queere Menschen sowie junge Erwachsene mit Interesse an gesellschaftspolitischen und kreativen Themen. Der Workshop schuf Raum für Austausch, Reflexion und Selbstrepräsentation, besonders für Perspektiven, die oft unsichtbar bleiben oder stereotyp dargestellt werden.
Im praktischen Teil entwickelten die Teilnehmenden eigene fotografische Fragestellungen und kleine Bildserien zu Alltag, öffentlichem Raum, Community und persönlichen Erfahrungen. Dabei standen nicht fotografische Vorkenntnisse, sondern der individuelle Blick und die gemeinsame Reflexion im Vordergrund.
Ein zentrales Outcome des Workshops war die Stärkung kritischer Medienkompetenz sowie die Auseinandersetzung mit Sichtbarkeit, Empowerment und intersektionalen Perspektiven. Die Teilnehmenden konnten Fotografie als kreatives und politisches Ausdrucksmittel erleben und eigene Erfahrungen und Beobachtungen in Bildern sichtbar machen.
Im Mai wurden auf mehr-teilhabe.de drei neue bzw. erweiterte Materialien veröffentlicht, die wichtige Impulse für Praxis und Vernetzung im Bereich Teilhabe setzen.
Bis zum nächsten Monatsrückblick (:
Illustration: Irem Kurt für IRC