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Healing Classrooms zu „Gast“ im Podcast: Resilienzförderndes Netzwerk in Bottrop

Healing Classrooms

Wie können Kinder und Jugendliche gestärkt werden, wenn ihr Alltag von Unsicherheiten, Belastungen oder Brüchen geprägt ist? Und welche Rolle kann Schule dabei spielen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Resilienzfördernde Netzwerk Bottrop – und auch eine aktuelle Podcastfolge, in der der vom International Rescue Committee etablierte Healing Classrooms-Ansatz im Mittelpunkt steht.

Zwei Stimmen aus dem Netzwerk

Der Podcast wird von Andrea Schaumlöffel und Markus Reuter gestaltet – zwei Akteur*innen, die das Netzwerk aktiv mittragen.

Andrea Schaumlöffel arbeitet als abgeordnete Lehrkraft im Referat Migration des Kommunalen Integrationszentrums Bottrop. Als zertifizierte Multiplikatorin begleitet sie Schulen und Lehrkräfte bei der Umsetzung des Healing Classrooms Ansatzes.

Markus Reuter ist Schulleiter der Willy Brandt Gesamtschule Bottrop und bringt somit die Perspektive des schulischen Alltags ein.
Gemeinsam sprechen sie im Podcast über ihre Erfahrungen, über Herausforderungen im Bildungssystem – und darüber, warum Resilienzförderung nicht „on top“, sondern zentral für gelingendes Lernen ist.

Entstanden im Austausch vor Ort

Aufgenommen wurde die Podcastfolge im Salon 5 in Bottrop – ganz bewusst auf lokaler Ebene. Im Gespräch geht es um die Situation in der Stadt, um Bedarfe von Kindern und Jugendlichen und um die Frage, wie gute Zusammenarbeit konkret aussehen kann.
In diesem Zusammenhang wurde Ende 2025 auch das Resilienzfördernde Netzwerk Bottrop gegründet. Ein Zusammenschluss, um aufzuzeigen: Resilienz entsteht nicht allein, sondern im Miteinander.

Ein Netzwerk für Begegnung, Unterstützung und Entwicklung

Dank unserer Kollegin im Raum Nordrhein-Westfalen, Dr. Farzaneh Hassanali, die den Kontakt initiiert und begleitet hat, ist IRC nun Teil des Resilienzfördernden Netzwerks Bottrop. Darüber freuen wir uns sehr, denn die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern ist ein zentraler Baustein unserer Arbeit.

Gemeinsam mit weiteren Akteur*innen setzen wir uns für die Stärkung von Resilienz vor Ort ein. Weitere Netzwerkpartner sind unter anderem:

  • die Willy Brandt Gesamtschule Bottrop
  • die Lebendige Bibliothek Bottrop
  • das Kommunale Integrationszentrum Bottrop

Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: Begegnungsräume für Kinder und Jugendliche zu schaffen, die ihre Entwicklung unterstützen – sozial, emotional und fachlich. Im Mittelpunkt steht eine präventive, nachhaltige Resilienzförderung und psychosoziale Unterstützung aller Kinder.
Denn Kinder sind unterschiedlich. Sie bringen verschiedene Lebensrealitäten, Erfahrungen und Belastungen mit. Manche von ihnen haben lange Fluchtwege hinter sich, andere wachsen hier auf und erleben dennoch Situationen, die ihr Lernen erschweren.
Der Healing-Classrooms Ansatz bietet hierfür einen gemeinsamen Rahmen. Mit wissenschaftlich fundierten, praxisnahen Übungen aus dem Handbuch werden Lehr und Fachkräfte dabei unterstützt, Kinder im Schulalltag gezielt zu stärken.

„Lernen braucht Sicherheit“

Ein Gedanke zieht sich durch den Podcast – und durch den Healing Classrooms Ansatz insgesamt:

Lernen gelingt nur dort, wo Kinder sich sicher fühlen.

Bevor fachliches Lernen greifen kann, brauchen Kinder das Gefühl von Zugehörigkeit, Annahme und Stabilität. Soziales und emotionales Lernen bildet die Grundlage dafür. Erst darauf kann sich alles Weitere aufbauen.
Aus der Praxis berichten pädagogische Fachkräfte häufig, dass viele Kinder Zeit brauchen, um in der Klasse anzukommen, Vertrauen zu fassen und sich auf Sprache, Lernen oder Gemeinschaft voll einlassen zu können. Dass dieser Prozess gelingt, wird als großer Erfolg erlebt – und als Bestätigung für die Wirksamkeit des Ansatzes.

Worauf es in der Umsetzung ankommt

Ein zentrales Thema ist die Beziehungsarbeit. Nach den Erfahrungen der Corona Zeit und angesichts vielfältiger Hintergründe ist sie wichtiger denn je. Nicht alle Kinder finden gleich schnell Zugang – und genau hier braucht es Geduld und Kontinuität.
Regelmäßige Übungen zur Emotionsregulation, Beziehungsfähigkeit und Beharrlichkeit unterstützen Kinder dabei, sich zu stabilisieren und Vertrauen aufzubauen. Schule wird so zu mehr als einem Lernort: zu einem Ort der Sicherheit.

Blick nach vorn

Im Podcast wird auch deutlich: Solche Netzwerke und Ansätze brauchen stabile Rahmenbedingungen, um langfristig wirksam zu sein. Zeit, Personal und finanzielle Ressourcen sind entscheidend, um resilienzfördernde Arbeit nachhaltig in Schulen zu verankern.
Das Resilienzfördernde Netzwerk Bottrop zeigt, was möglich ist, wenn Akteur*innen zusammenkommen, voneinander lernen und Kinder konsequent in den Mittelpunkt stellen.

👉 Mehr Einblicke, Materialien und Informationen rund um den Healing Classrooms Ansatz finden Sie wie immer hier auf mehr-teilhabe.de.